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Situation heute
Alle heute propagierten Ansätze und Lösungen haben schwer- wiegende grundsätzliche Mängel und können keinen qualitativen Beitrag zur Lösung des
Problems liefern, jeweils zeitminimal von einem Startpunkt exakt zum Ziel zu gelangen - das „Verkehrschaos“ wird trotz enormer finanzieller Anstrengungen immer und überall größer: allein in Deutschland entsteht
jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden in zweistelliger Milliardenhöhe.
Die heute verfügbaren Navigationssysteme im Fahrzeug bieten jedoch lediglich eine Hilfe für die Standortbestimmung und ein automatisiertes Lesen
von Straßenkarten.
Sie sind starr an dieses Kartenmaterial gebunden, relativ teuer und bieten für den Benutzer wenig Komfort. Die Nutzungsmöglichkeiten selbst sind durch den Umfang der digitalisierten Ziele und deren korrekten geographischen Bestimmung vielfach beschränkt; ist ein Ziel nicht bekannt, wird man statt in die Nähe des Zieles zur Ortsmitte geführt.
Die Routenempfehlungen herkömmlicher Navigationssysteme basieren auf starren Annahmen über realisierbare Geschwindigkeiten auf allen Autobahnen,
Schnell-, Bundes-, Landstraßen und im innerstädtischen Verkehr unabhängig von der Tages- oder Nachtzeit, vom Verkehrsaufkommen und ohne Rücksicht auf die Fahrtrichtung.
Versuche, diese starren Zuordnungen, z. B. mit Durchflußmessungen an Autobahnbrücken, dynamisch zu modifizieren, müssen scheitern, da diese
Werte für solide Prognosen, wie lange die Fahrt zum Zielpunkt noch dauern wird, ungeeignet sind.
Es fehlt das Wissen über die Fahrzeiten der einzelnen Fahrzeuge, die grundsätzlich für längere Strecken nicht aus Beobachtungen zu errechnen sind. Die Nutzlosigkeit solcher Messungen, seien es Verkehrstärken, Geschwindigkeiten oder Zeitlücken, die nur mit erheblichem Zeit- und Kapitaleinsatz durchführbar sind, ist in der Verkehrswissenschaft unbestritten. Seriöse Hersteller verzichten deshalb zunehmend auf Prädikate wie „optimale Routenführung“ oder „schnellste Route“.
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